• Sandra Wagner

Die Vermittlung meines Debütwerks


Gerade habe ich in der Facebook-Gruppe Annika Bühnemann - Vom Schreiben leben einen Beitrag von mir gefunden, den ich im Juni 2018 verfasst hatte... "Damals" war ich gerade darüber, für mein Buchmanuskript eine geeignete Literaturagentur zu finden, die mich in meiner Vorstellung an die Hand nehmen und mit deren Hilfe ich sicher den "perfekten" Verlag für mein Buch finden würde.

Ich hatte mich damals nicht getraut, den direkten Weg zum Verlag zu gehen, denn "Wer bin ICH schon, dass ich ein Buch geschrieben und es jetzt auch noch über einen Verlag veröffentlichen möchte??! Lieber erst einmal eine Agentur suchen, die mich da sicher besser einschätzen und eventuell auch vermitteln könnte..."

Diese Zeit war sehr hart für mich, denn ich kassierte eine Absage nach der anderen von den Agenturen für mein Herzenswerk, und meine Selbstzweifel wurden mit der Zeit immer größer und lauter. Aber den Schritt zu wagen, den mein Herz mir von Anfang an vorgeschlagen hatte und mich einfach direkt an die Verlage zu wenden, das kam mir nicht in den Sinn!

Dabei war mein Herz sich doch so sicher, dass es dort gesehen werden würde...!

Doch die Angst, abgewiesen zu werden, hielt mich gefangen und ich blockierte mein Weiterkommen selbst, indem ich mich weiterhin an die "Sicherheitsvariante" der Literaturagentur klammerte und mir somit nicht einmal die Chance gab, vom "perfekten" Verlag gesehen werden zu können...!

Meine Gedanken dazu formulierte ich im damaligen Post wie folgt:


Ich bin gerade ziemlich frustriert... 😐 Das erfolgreiche Vermitteln eines Debütwerks ist so verdammt hart! Man schreibt mitunter mehrere Jahre an diesem Manuskript (in meinem Fall waren es zwei ) und investiert so viel Gefühl und Herzblut in dieses Werk. Am Ende ist es wie ein "Baby", das man da geboren hat und man ist so unsagbar stolz auf diese Schöpfung! Die Euphorie und Freude ist phänomenal und man macht sich frohen Mutes Gedanken über den Weg der Veröffentlichung.
"Ganz klar... ich mach' das über den klassischen Weg. Agentur, Verlag, Veröffentlichung."
Entscheidung gefällt. Weiter geht's!
Expose, Vita, Leseprobe... alles läuft bestens - wer hätte das gedacht, dass auch dieser eher bürokratische Akt so gut von der Hand geht?! Das Handbuch für Autorinnen und Autoren von uschtrin wird bestellt. Im Internet recherchiert. Passende Agenturen gesucht, und gefunden... Stunden um Stunden um Tage und Wochen werden mit dem Versenden von Exposes verbracht. Individuelle Anschreiben für jede Literaturagenur erstellt, man will schließlich persönlich ansprechen. Zusätzlich punkten und zum professionellen Auftreten als Neuautor beitragen.
Und dann kommt die anstrengendste Zeit eines jeden Autors: Das Warten.
Geduld, Geduld, Geduld...
Man erstellt Listen mit chronologischer Reihenfolge. Trägt akribisch ein, wann sich die und die Agentur laut Infos auf der Homepage zurückgemeldet haben müsste, wenn sie denn interessiert wären.... Man wartet also auf erste Reaktionen. Und wartet....
...und baut sich während dieser Zeit immer wieder selbst auf, indem man sein Manuskript ständig zur Hand nimmt, darin liest, blättert und schmökert und sich immer wieder neu in dieses Buch verliebt! Es ist definitiv mein Lieblingsbuch - und wenn ich es nicht selbst geschrieben hätte, ich würde die Autorin googlen und versuchen, alle Publikationen von ihr zu sammeln, da es mich sooooo fasziniert, was diese Autorin schreibt....
Und dann - kommt die erste Reaktion! "Wir nehmen keine Autoren mehr auf." Die zweite: "Aufgrund den Unmengen an eingehenden Manuskripten müssen wir sehr selektiv vorgehen und können nur noch wenige neue Autoren aufnehmen.... es tut uns leid, dass...." Die dritte, die vierte Absage....
Nach einigen Monaten sind von 19 angeschriebenen Agenturen nur noch 12 im Rennen... aber die angegebenen Fristen enden auch hier in absehbaren Zeiten. Die Euphorie schwindet. Der Stolz und die Liebe für das eigene Werk ist jedoch ungebrochen!
"Sind die denn blind?! Warum sehen die nicht die Schönheit meines Babys??!"
Kopfschütteln. Erste Zweifel klopfen an. Werden jedoch hartnäckig weggeschickt. "Nein! Ihr kommt hier nicht rein!"
Und man setzt sich an seinen Schreibtisch und tut das, was man am besten kann. Man schreibt sich frei von all seinen Sorgen und Zweifeln und findet dabei zurück zu sich selbst. Zur eigenen Überzeugung, dass dieses Buch genau das ist, was man immer veröffentlichen wollte und dass man für diesen Traum bereit ist, zu kämpfen.
Ich werde mein Baby auf seinen Weg bringen!!!
Wie eine stolze Mutter, wertschätzend und überzeugt davon, dass genau ES eines Tages das Zeug zum Superstar hat!!!! 🤩
Ich glaube daran.
Und bin weiterhin unfassbar stolz auf meine Schöpfung 💖

DANKE, dass du mich und mein Werk "gesehen" hast, liebe Diana Schloessin, ganz ohne Literaturagentur, und dass mein Buch "Wenn aus Trauer Liebe wird" im Schönschrift Verlag einen wunderbaren Ort fand, von dem aus es heute wirken und "Gutes tun" kann ✨






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