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Zwischen zwei Atemzügen – ein Text für Sternenmamas 💖

  • Sandra Wagner
  • 22. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Man sagt ja oft, dass einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Aber erst, als meine eigenen Kinder starben, verstand ich, was das wirklich bedeutet...


Es gibt in der Zeit kaum eine schwerere Frage als: "Was würde mir jetzt gut tun?“ Denn was kann in einer Welt noch gut sein, in der dein Baby fehlt?


Mit dem Verlust eines Kindes wird nicht nur ein Leben beendet. Es wird auch eine neue Version von dir geboren. Eine Frau, die du vielleicht noch gar nicht kennst. Eine Mutter, deren Kind nicht sichtbar an ihrer Seite ist.


Und plötzlich stehst du da und weißt nicht: Wer bin ich jetzt? Was darf ich fühlen? Wie soll ich überhaupt sein?


Die Wahrheit ist: Du musst gerade gar nichts sein.


Du musst nichts leisten.

Du musst niemandem gerecht werden.


Im Moment reicht es, zu atmen.

Ein. Und aus.

Das sage ich so oft.

Weil es so wahr ist.

Nur weiteratmen.

Vielleicht etwas essen.

Vielleicht schlafen.

Das ist genug.


Alles andere darf klein sein.

Ganz klein.


Ein Moment der Ruhe.

Ein kreativer Gedanke.

Eine Kerze.

Ein Ort der Erinnerung.

Und selbst das nur manchmal.


Viele Sternenmamas tragen den Druck in sich, stark sein zu müssen, zu funktionieren, „weiterzumachen“. Doch oft sind das keine Erwartungen von außen, sondern Stimmen im eigenen Inneren, die nach Halt suchen.


Der Verlust nimmt jede Kontrolle. Und es ist nur menschlich, sie irgendwo wiederfinden zu wollen.


Aber vielleicht liegt ein Teil des Weges darin, genau das langsam loszulassen. Sich fallen zu lassen. In die Trauer. In den Schmerz.

In die Liebe.


In die Arme der Menschen, die DA sind. Auch wenn sie oft nicht die richtigen Worte finden. Aber du merkst: Du bist nicht allein.


Und ja, auch die Fragen dürfen da sein. Das „Warum“. Die Suche nach Antworten. Die Zweifel, die Schuldgedanken.

All das gehört dazu.


Und vielleicht kommen die Antworten nicht aus der Welt da draußen. Vielleicht wachsen sie irgendwann leise in deinem Inneren.


Bis dahin gilt nur eines: Du darfst genau da sein, wo du gerade bist. Und das reicht. 🤍


2026 by Sandra Wagner - die Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.

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