• Sandra Wagner

Ein Interview mit Buchvorstellung im Buch-Blog von "Mimi´s bunte Welt"


Das Internet ist unerschöpflich: Unzählige schön gestaltete Blogs zu den Themen Bücher und Literatur gibt es, viele sind wahre Fundgruben mit tollen Lesetipps, hochinteressanten Texten und lebhaften Diskussionen.


Ich hatte die Möglichkeit, mich und mein Buch "Wenn aus Trauer Liebe wird" in Miriams schönem Blog "Mimi´s bunte Welt" vorzustellen:


Was hat dich bewogen, Autorin zu werden?


Auf dem Trauerweg, nach dem Tod meiner Zwillinge, erfuhr ich eine Art …Unendlichkeit… Ich spürte irgendwann, in all meiner Trauer und meinem Schmerz, dass es meinen Kindern in ihrer Welt gut geht und dass sie mir noch vieles von dort aus zu sagen haben. Die tiefen Erfahrungen, die ich nach langem Hinterfragen und dem erfolglosen Suchen nach verstandesmäßigen Antworten schlussendlich als „Wunder“ eingeordnet habe, als Zeichen meiner Kinder und Botschaften direkt aus dem Himmel, haben mich dazu bewogen, meine Geschichte niederzuschreiben und mein Erleben mit anderen Menschen zu teilen, die Ähnliches erlebt haben, nach Antworten suchen und im Tod ihres geliebten Menschens nun einen neuen Anfang suchen.


Wie viele Bücher hast du geschrieben und welche?


„Wenn aus Trauer Liebe wird“ ist mein Debütwerk. Es ist ein autobiografischer Entwicklungsroman zum Thema Trauerbewältigung und erzählt die Geschichte von mir und meinem Mann, die uns nach dem Tod unserer Kinder auf den Weg gemacht haben, um ein neues Leben zu finden…


Welches ist deine Lieblingsfigur aus deinem Buch?


Diese Frage ist für mich schwer zu beantworten, da es keine fiktive Figur in meinem Buch gibt… Aber wenn ich eine „Lieblingsfigur“ benennen soll, dann ist es „Frau Baumann“, meine damalige Trauerbegleiterin, die mir viele wertvolle Impulse mitgab, die mir auf meinem Trauerweg sehr geholfen haben und die ich heute auch an meine Leser und Leserinnen weitergebe.


Wie viel Zeit nimmst du dir fürs Schreiben?


Ich schreibe regelmäßig und „füttere“ damit meinen Blog zu den Themen Trauer, Tod und Neubeginn auf meiner Website. Auch Gastbeiträge in Hospizzeitschriften und Magazinen und Websites, die sich mit meinem Herzensthema beschäftigen, werden immer wieder mit Freude von mir verfasst.


Selfpublish oder Verlag?


Ich habe mein Buch in einem kleinen Verlag veröffentlicht. Leider hat dieser aber im Zuge der aktuellen Krise rund um Corona alle Verträge mit Fremdautoren gekündigt, so dass ich mein Werk seither rein

übers Selfpublishing vertreibe.


Mit wem würdest du gerne mal ein Buch schreiben?


Mein größter Traum wäre es, eines Tages ein Buch zusammen mit meiner Lieblingsautorin Barbara Pachl-Eberhart zu schreiben, am liebsten bei meinem Traumverlag Integral (Random House). Das Buch „Vier minus Drei“ von Frau Pachl-Eberhart war nach dem Tod meiner Kinder wie ein Geschenk des Himmels für mich. Die Autorin berichtet in ihrem Debüt vom Tod ihrer Familie bei einem Zugunglück und wie sie nach und nach in all ihrer Trauer von vielen kleinen Wundern gefunden wurde, die ihre Lieben im Himmel in ihr Leben fallen ließen…


Was ist deine Lieblingsstelle in deinem Buch?


Eine meiner ganz persönlichen Lieblingsstellen in meinem Buch ist folgende im Kapitel "Engelsgeflüster":


"Das Problem an diesen zauberhaften, außergewöhnlichen Erfahrungen und Momenten ist lediglich folgendes: Wenn es geschieht und ich, ohne es vorher versucht zu haben, in diese magische Realität eingetaucht bin, dann immer nur gerade lange genug, um zu spüren, dass diese andere Welt existiert, von der ich tief im Inneren überzeugt bin. Die Worte, die Antworten, die Botschaften, Gedanken oder Reflexionen, die Überzeugung und der tiefe Glaube, der Sinn und die Weisheiten - all das kommt mir in diesen Augenblicken wie selbstverständlich vor. In diesen losgelösten Momenten kann ich aufhören, alles in Frage zu stellen. Doch sobald diese Momente vorbei sind, beginne ich wieder zu zweifeln. Meine Fragen danach sind immer wieder die gleichen."


Diese Passage beschreibt so gut, wie ich damals in meiner Trauerzeit nach dem Tod meiner Kinder empfunden habe und wie unsicher ich mich in dieser neu gefundenen Gewissheit fühlte, dass es meinen Kindern dort in ihrer neuen Welt gut geht. Dass sie "leben", eben nur "anders", und dass ich sie sprechen hören kann, wenn ich ganz leise werde. Eben dann, wenn mein Ego das Zepter an mein Herz übergibt und ich mich einfach diesem friedlichen Gefühl hingebe, das mir so zart zuflüstert: "Alles ist gut..."

Diese beschriebenen magischen Momente waren damals noch so neu für mich, und mein Glaube an das Leben meiner Kinder begann in jener Zeit gerade erst aufzukeimen, wie ein ganz kleines Pflänzchen, das sich seinen Weg durch die Erde bahnt. Heute ist dieses kleine Pflänzchen zu einem großen starken Baum geworden, mit tiefen Wurzeln. Unerschütterlich. Jedem Sturm gewappnet. Heute weiß ich, was ich damals zu glauben versuchte. Und diese Passage zeigt so deutlich den Anfang dieses Weges, den ich bis heute gegangen bin...


Vielen Dank, liebe Miriam, für das schöne Interview

und die Vorstellung meines Herzenswerkes in deinem Blog!



© 2021 by Sandra Wagner - die Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.

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