Zwischen Sturm und Hoffnung – schwanger nach Verlust ⛈️🌄
- Sandra Wagner
- vor 5 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Es gibt Momente, die stellen alles auf den Kopf. Innen wie außen. Eine neue Schwangerschaft nach einem Verlust ist genau so ein Moment.
Da ist dieses unglaubliche Wunder.
Dieses „Es ist wirklich passiert“.
Und gleichzeitig:
Angst. Zweifel. Erinnerungen.
Viele Sternenmamas beschreiben es wie ein Leben in zwei Welten. Im Herzen die Freude.
Im Kopf der Verstand, die Angst, die sofort Kontrolle will. Und dazwischen ein Sturm aus Gefühlen, der alles durcheinanderwirbelt.
Und genau so darf es sein. Denn was jetzt oft passiert: Gefühle kommen nicht nacheinander, sie kommen gleichzeitig! Und immer wieder von vorne.
Freude.
Trauer.
Angst.
Hoffnung.
Nichts davon ist falsch.
Nichts davon muss weg.
Auch nicht die Dauerschleife.
Es geht in dieser Zeit nicht darum, die Gefühle zu sortieren oder festzuhalten. Sondern darum, sie durchziehen zu lassen. Wie ein Sturm, durch den man nicht abkürzen kann. Man kann ihn nur durchleben.
Und gleichzeitig braucht es genau deshalb immer wieder kleine Gegenpole.
Momente zum Durchatmen.
Zum Kraft tanken.
Zum Bleiben im Hier und Jetzt.
Jetzt bin ich schwanger.
Jetzt geht es mir körperlich gut.
Jetzt drehen meine Gedanken ihre Runden, und das dürfen sie.
Jetzt bin ich traurig.
Jetzt brauche ich Ruhe.
Immer wieder diese Frage:
"Was brauche ich genau jetzt?"
Und dann, so gut es geht, danach handeln.
Schritt für Schritt.
Atemzug für Atemzug.
Gerade in den ersten Wochen ist alles noch so zart.
Vielleicht noch nicht sichtbar.
Vielleicht noch kaum greifbar.
Und doch beginnt genau hier jedes Leben!
Wir alle haben einmal so angefangen.
So klein.
So unscheinbar.
Es braucht kein „schon weiter sein“.
Kein Vergleichen.
Kein Funktionieren.
Du darfst deinem Regenbogenbaby Tag für Tag ein Stück näherkommen.
Die Verbindung darf wachsen. Ganz leise.
Vielleicht noch vorsichtig.
Es gibt kein „zu früh“ für Liebe.
Ein innerer Faden darf entstehen, leise, zart und ganz in deinem Tempo.
Und vielleicht ist genau das genug für jetzt:
Bei dir bleiben.
Lauschen.
Spüren.
Dich selbst,
und dieses leise Leben in dir.
Verbunden mit dem, was war.
Und dem, was gerade entsteht.
Und dem Fluss des Lebens ein kleines bisschen vertrauen ❤️

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