• Sandra Wagner

BIN ICH SCHULD AM TOD MEINES KINDES?


Viele Sternenmamas tragen Schuldgefühle mit sich herum. Ich glaube sogar, dass ein schlechtes Gewissen in nahezu jeder Mutter steckt. In jeder, ob Sternenmama oder „normale“. Mütter haben täglich mindestens einmal ein schlechtes Gewissen dem Kind gegenüber. Im Normalfall handelt es sich dabei um banale Alltagssituationen, in denen man nicht optimal gehandelt hatte, sei es aus erzieherischer oder aus der Sicht des Kindes. Zum Beispiel, weil man unter Zeitdruck das quengelnde Kleinkind vor dem Fernseher setzte, weil man in der Eile nicht dazu kam, sich mit ihm auf den Boden zu setzen und mitzuspielen. Oder weil man im Supermarkt konsequent war und kein Eis kaufte, obwohl das Kind herzerweichend vor der Tiefkühltruhe stand und weinte. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Auslösern des schlechten Gewissens einer Mama um Dinge, die keine große Bedeutung im Leben des Kindes haben. Und dennoch gehen sie Müttern zu Herzen und rühren sie sogar stillheimlich zu Tränen. Wenn es sich allerdings um Entscheidungen handelt, die über Leben und Tod bestimmen, um Schritte, die den Lebensweg einer ganzen Familie in eine neue Richtung lenken, dann wird es mitunter zu einer Lebensaufgabe, mit diesen getroffenen Entscheidungen klar zu kommen und eines Tages Frieden mit ihnen zu schließen …

Quelle: „Wenn aus Trauer Liebe wird“, Kapitel 37 „Schuld und Frieden“, Seite 375/376

Immer wieder erlebe ich Mamas, die unter der Last ihrer eigenen Schuldanklage beinahe zusammenbrechen. Frauen, die sich den schweren Vorwurf machen, „schuldig“ am Tod ihres Babys zu sein. Die fest davon überzeugt sind, ES „hätten verhindern zu können, wenn…“

Wenn ich mir aber bei einer Sache zu 100% sicher bin, dann ist es, dass es niemals um "Schuld" geht, wenn ein Sternenkind geboren wird.

Niemals.

Ich weiß, dass Frauen - und insbesondere Mamas - sehr leicht in dieses Gefühl des oben beschriebenen schlechten Gewissens rutschen und dass sie häufig der Meinung sind, irgendetwas falsch gemacht zu haben. Zumindest ist es bei mir so.

Aber: Alles was mit Leben und Tod, mit Geborenwerden und Sterben zu tun hat, wird auf Seelenebene entschieden, auch wenn wir das nur selten durschauen…


Man kann alles dafür oder ganz wenig dagegen tun, dass etwas passiert oder eben nicht passiert. Wenn eine Seele sich dazu entschieden hat, genau diesen Weg zu gehen, um weiter wachsen zu können und ihren Seelenplan zu vollenden (denn darum geht es immer), dann wird sie einen Weg finden, um genau dieses Vorhaben umzusetzen... 💫

Ich glaube fest daran, dass wir mit all unseren Kindern, ob auf Himmel oder auf Erden, in Liebe eine Vereinbarung getroffen haben. Und das schon lange, bevor wir zusammen die ersten irdischen Schritte auf unseren gemeinsamen Lebensweg gegangen sind.

Ich weiß, dass auch ich mit Romy und Lenny diese Vereinbarung getroffen habe, dass sie nur kurz bei uns bleiben werden, damit die Dinge auf der Erde „ins Rollen“ kommen können, die wir gemeinsam geplant haben... 💞

Ich weiß, dass es nie ein Ohne-Einander gegeben hat, sondern dass es ein Miteinander ist und war, von unserer ersten Entscheidung an.

Auch wenn ich lange Zeit unter meinen großen Selbstvorwürfen litt, „Schuld“ daran zu sein…

Es ging niemals um Schuld – niemals.

Es ist unser gemeinsamer Weg.

Und unsere Kinder im Himmel sind stolz auf uns, dass wir genau diesen Weg mit ihnen gegangen sind und ihn nun auf der Erde in Liebe weitergehen…






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