"Du musst mal wieder abschalten!"
- Sandra Wagner
- 21. Mai 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aber wie geht das denn? đ°
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Sternenmama, 4 Monate nach der stillen Geburt ihres SohnesÂ
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Liebe Sternenmama,Â
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es ist vollkommen normal, dass die Gedanken in deinem Kopf Karussell fahren und du oft einfach nicht zur Ruhe kommst. Schon alleine die Aufforderung, mal wieder "abzuschalten", verursacht unnötigen Leidensdruck und wirkt eher kontraproduktiv.
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Deswegen, sag deinem GegenĂŒber offen und mit klaren Worten, was gerade in dir vorgeht und dass es in dieser schweren Situation nach dem Tod deines Kindes fĂŒr dich gerade völlig unmöglich ist, einfach einen Schalter umzulegen und zu sagen: "So, jetzt schalte ich mal meine Gedanken und GefĂŒhle ab." So lĂ€uft das nicht!
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Was du jetzt brauchst, sind Menschen, die dir zuhören. Die dich in deiner Trauer aushalten und einfach nur da sind. Die dir Raum geben, um all die vielen Gedanken auch einmal auszusprechen, die gerade in dir toben, damit du sie dadurch sortieren kannst. Und die gleichzeitig mit dir schweigen und weinen, wenn dir die Worte fehlen.
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Du brauchst jetzt Menschen, die deine GefĂŒhle AUSHALTEN und keine die versuchen, sie AUFZUHALTEN.Â
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Vielleicht hilft es dir auch in dieser schweren Zeit, Tagebuch zu fĂŒhren? Und die vielen Gedanken auf ein weiĂes Blattt Papier zu schreiben und dadurch zum Ausdruck zu bringen. Papier ist geduldig. Und viel geduldiger als so manches GegenĂŒber.Â
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Ganz wichtig ist, dass du Folgendes weiĂt:
Du bist richtig, liebe Sternenmama!Â
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Es ist völlig natĂŒrlich, jetzt nicht so tun zu können, als sei alles "normal" oder "beim Alten". Es ist völlig natĂŒrlich, jetzt nicht einfach mal eben "abschalten" zu können.
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Wenn du aber einmal ganz in Ruhe Zeit und vor allem auch die Muse hast, dann versuch dich doch einmal daran zu erinnern, was dir frĂŒher einmal gut getan hat. Leg dir eine kleine Seelenstreichlerliste an mit Dingen, die du gerne magst und die deine Seele erfreuen. Das kann das Vanilleeis mit Schokosauce und einer extra Portion Sahne sein, das Telefonat mit der Mama, oder ein Spaziergang am Waldrand...
Vielleicht hilft dir diese Erinnerung an deine ganz persönlichen Seelenstreichler dabei, um zumindest in ganz kleinen Mini-Augenblicken einmal kurz und seelenruhig fĂŒr einen Moment "abschalten" zu können.
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Lass dir Zeit beim trauern.
Die Zeit, die du mit deinem Kind hattest, konntest du nicht bestimmen.Â
Aber die Zeit, die du dir nimmst, um seinen Tod zu verarbeiten und deinen Verlust zu begreifen, die bestimmst nur du. â€ïžâđ©čđâ€ïž

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