• Sandra Wagner

Wenn die Zeiten schwierig sind ...


Irgendwie habe ich zur Zeit das Gefühl, dass die Zeiten besonders schwierig sind. Ich sehe sehr viel Leid, Menschen mit großer Traurigkeit und tiefen Sorgen. Und oft sind diese dunklen Gedanken in den Köpfen der Menschen so schwer, dass sie alle Lebensfreude erdrücken.


Depression, Angst, Panikattacken.

Ich weiß nicht, ob es schon immer so viele Menschen gab, die davon betroffen waren. Doch zur Zeit kommt es mir so vor, dass beinahe jede zweite Familie, die mir begegnet oder die ich kenne, mindestens ein Familienmitglied hat, das an einer Depression leidet, einer Angststörung, oder einer anderen psychischen Erkrankung.


Und darüber denke ich zur Zeit sehr viel nach. Und versuche zu helfen, zumindest den Menschen, die mir nahe stehen und die unter all diesen großen Sorgen so sehr leiden. Gerade hatte ich wieder ein Gespräch mit einer lieben Person, deren Ängste ihr zur Zeit regelrecht die Luft zum atmen nehmen.


Und dann lese ich im Internet einen Text, der so viel Wahrheit in sich trägt. Und so viel Mut vermittelt. Der Originaltext stammt von Elena Mikhalkova.


Ich habe ihn im Folgenden etwas umgewandelt und ihn direkt an diesen lieben Menschen weitergeleitet, der mir zuvor seine Sorgen anvertraut hatte.


Und nun, nun möchte ich ihn dir schenken.

Vielleicht gibt er auch dir ein wenig Trost in diesen schwierigen Zeiten.


"Meine Großmutter hat mir einmal diesen Tipp gegeben:


Wenn die Zeiten schwierig sind, dann gehe in kleinen Schritten weiter.

Tu, was du tun kannst, aber tu es langsam.

Denke nicht an die Zukunft oder daran, was morgen passieren könnte. Lebe einfach nur das Jetzt. Das genügt.


Gestalte dir ein gemütliches Zuhause. Koche dir und deiner Familie ein leckeres Essen. Schreibe einen Brief. Oder Tagebuch. Lies ein schönes Buch. Gehe nach draußen und treffe Menschen. Nimm ein Bad und lass deine Seele baumeln.


Siehst du es?


Du gehst vorwärts, Schritt für Schritt.


Mach einen Schritt und dann Pause.

Ruh dich aus.

Schätze dich selbst.


Mach dann den nächsten Schritt.

Dann noch einen.


Du wirst es kaum merken, aber deine Schritte werden länger werden.


Bis es soweit ist, wo du wieder an die Zukunft denken kannst, ohne zu weinen."



Foto: Jona Wagner, 7 Jahre



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