Lachen für den guten Zweck auf der Comedy-Gala in Coburg
- Sandra Wagner
- 7. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Der Round Table Coburg unterstützt mein "Herzensprojekt" Sternenkinderzentrum Bayern mit unglaublichen 5.000 Euro!

Es war Full House am Montag Abend im Coburger Kongresshaus an der Comedygala vom Round Table 151. Alle Plätze ausverkauft, rund 1.000 Besucher!
Und ICH war eingeladen, um dort auf der großen Bühne vor diesem riesigen Publikum über mein "Herzensprojekt" der Arbeit in trauernden Familien beim Sternenkinderzentrum Bayern sprechen zu können.
Jeder der mich kennt, weiß, wie unfassbar aufgeregt ich war! Und gleichzeitg, wie unfassbar dankbar und glücklich, dass ich diese große Bühne bekommen sollte, um unseren gemeinnützigen Verein vorstellen zu dürfen und unsere Arbeit für Sternenfamilien sichtbar zu machen.

Nach dem dritten Comedy-Act des Abends wurden die diesjährigen "Herzensprojekte" vorgestellt, die der Round Table mit seiner Benefizveranstaltung unterstützen möchte und auch ich wurde auf die Bühne gerufen. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals, und als ich das Mikrofon in die Hand nahm und alle Scheinwerfer auf mich gerichtet waren, war mein Kopf plötzlich vollkommen leer! Mein Verstand ausgeschalten. Blackout.
Doch dann passierte etwas. Ich fühlte mich auf einmal nicht mehr alleine. Ich konnte meine Sternenkinder Romy und Lenny spüren und all die anderen Engel, die ich tagtäglich in trauernden Familien kennenlernen darf. Mein Herz wurde warm und ich begann einfach zu sprechen. Nicht aus dem Verstand heraus, sondern aus der reinsten Form von Liebe.
Ich sprach davon, dass Trauerbegleitung in Deutschland nicht finanziert wird, dass es kein System gibt, das dich auffängt, wenn dein Kind stirbt. Ich erzählte, dass Trauer erst pathologisch werden müsste, also nach einer gewissen Zeit des Verdrängens oder des Nicht-Verarbeitens in einer Depression enden müsste, dann erst erhalten die Betroffenen über die Krankenkassen eine Psychotherapie. Ich gab an, dass die Trauernden dann aber oft noch weitere Monate warten müssten, bis sie endlich einen Therapieplatz finden würden und dass eine klassische Psychotherapie mit ihren begrenzten 50 Minuten Beratungszeit oft gar nicht auffangen könne, was nach dieser langen Zeit des Wartens alles an Worten, Gedanken und Gefühlen um das verstorbene Kind ausgesprochen und sortiert werden müsste. Ich sagte, dass wir vom Sternenkinderzentrum Bayern ab der ersten Sekunde an der Seite der Eltern stehen. Ab dem Zeitpunkt, wo sie die Diagnose bekommen oder den Satz hören: "Es tut mir leid. Ich kann keinen Herzschlag mehr finden." Ich erklärte, dass wir die Familien kostenfrei begleiten, dass wir bei Bestattungsfragen helfen, den Familien beim Abschied beistehen und mit ihnen einen Weg in ihr neues Leben finden, in dem das Sternenkind seinen festen Platz bekommt. Dass wir diese Wege oft über Jahre hinweg mit den Familien gehen, da Trauer nichts anderes sei als gewandelte Liebe und dass diese Liebe natürlich auch nie mehr aufhören würde. Ich sagte, dass es unser Wunsch ist, dass NIEMAND diesen schweren Weg nach dem Tod seines Kindes alleine gehen müsse und dass die Spenden eins zu eins der kostenlosen Begleitung, Beratung und Unterstützung der trauernden Familien von Sternenkindern zugute kommt.
Es flossen so viele Worte aus mir heraus, trotz meines überwältigenden Lampenfiebers, das bereits ab dem Zeitpunkt in mir brodelte, als ich den Anruf vom Präsidenten des Round Table Coburgs Anfang Dezember erhalten hatte.
Ich bin mir sicher, dass ich nicht alleine auf der Bühne stand, als mir der Scheck in Höhe von unglaublichen 5.000 Euro überreicht wurde...
Und damit meine ich nicht nur die Mitglieder vom Round Table.

Ich war behütet. Umgeben. Und getragen. Von meinen Sternenkindern Romy und Lenny, die immer an meiner Seite sind und mir mit ihrer Liebe Herzensstärke schenken, und vom Licht der vielen Sternchen, die ich im Laufe der vielen Jahre bei meiner Herzensarbeit bereits kennenlernen und deren Familien ich begleiten durfte.
Der Himmel war in diesem Moment mit mir auf jener Bühne im Kongresshaus in Coburg und ich spürte, dass einfach alles einen Sinn macht. Wie so oft, wenn ich auf meinen eigenen bisherigen Trauerweg zurückblicke. Jeder Schritt brachte mich näher zu mir selbst, jeder Schritt zeigte mir neue Geschenke am Wegesrand - alle dann, wenn mein Herz sich öffnete und mein Kopf das Zepter an mein Herz übergab. Dem Ort, an dem alles da ist und schon immer war...

DANKE an Fabian Metzner, den Präsidenten, und allen anderen Männern des Round Table Coburgs für euer so grandioses Wirken und für eure so wertvolle finanzielle Unterstützung unserer Arbeit beim Sternenkinderzentrum Bayern in der Trauerbegleitung von verwaisten Eltern von Sternenkindern.
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