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Sternenkinder im Herzen: Wie Reisen und Urlaub mit Trauer und Liebe vereinbar sind

  • Sandra Wagner
  • vor 5 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Vor über 15 Jahren sind unsere Kinder Romy und Lenny verstorben.

 

Und obwohl seitdem so viel Zeit vergangen ist, erinnere ich mich noch an dieses eine Gefühl, als wäre es gestern gewesen: 

 

Drei Monate nach ihrem Tod stand mein 30. Geburtstag bevor. Und ich konnte diesen Gedanken an „Happy Birthday“, an Feiern, an diese "heile Welt" einfach nicht ertragen. Während sich die Welt der anderen da draußen einfach weiterdrehte, war meine eigene nämlich stehen geblieben...

 

Also entschieden mein Mann und ich, über meinen Runden nach Ägypten zu reisen. Weg von allem. 

 

Doch je näher die Reise kam, desto schwerer wurde mein Herz. Ich weiß noch, wie unerträglich sich der Gedanke anfühlte, jetzt einfach wegzufahren. Das Grab meiner Kinder zurückzulassen. Diesen einen Ort, an dem ich mich ihnen besonders nah fühlte.

 

Als wir ins Auto stiegen, hatte ich das Gefühl, ich lasse Romy und Lenny zurück. Und ich kann kaum beschreiben, wie falsch sich das angefühlt hat...

 

Vielleicht kennen manche Sterneneltern genau diese Angst jetzt vor der Urlaubszeit.

Diese stille Panik, dass man sich entfernt.

Dass man sein Kind „zurücklässt“.

Dass man vielleicht sogar einen Moment erleben könnte, der sich leicht anfühlt - und sofort kommt das schlechte Gewissen.

 

Aber irgendwo zwischen all den Tränen, der Schwere und dieser unendlich stillen Sehnsucht durfte ich etwas erkennen, das mich bis heute trägt:

 

Ich bin und war niemals ohne meine Kinder!

Nicht eine einzige Sekunde seit ihrem Tod.

Romy und Lenny waren nie an ihrem Grab gefangen.

Sie waren nicht an unser Zuhause gebunden.

 

Sie waren und sind immer bei mir.

 

Auf jedem Schritt.

In jedem Atemzug.

In jeder Entscheidung.

In jedem Sonnenstrahl, der plötzlich mein Gesicht berührte, obwohl mein Herz voller Dunkelheit war.

 





Ihr kleines Gärtchen war immer ein Teil unseres Lebens. Der Ort, den wir für sie schön halten konnten. 

 

In der Urlaubszeit haben wir uns angewöhnt, ihr Grab passend zu dekorieren - sommerlich, leicht, manchmal mit kleinen Urlaubserinnerungen. Einfach, weil Romy und Lenny weiterhin auch im Außen zu unserem Leben gehören sollten. Sichtbar. Passend zu all unseren Jahreszeiten. Zu unseren Erinnerungen. Zu unserer Liebe.

 





Und heute, über 15 Jahre später, weiß ich tiefer denn je: Liebe endet nicht mit dem Tod. Verbundenheit kennt keine Entfernung. Und unsere Sternenkinder gehen mit uns weiter, selbst wenn wir lernen müssen, ohne ihre Hand in unserer zu leben.

 

Vielleicht darf Urlaub gleichzeitig schwer und schön sein. Vielleicht dürfen wir traurig sein und trotzdem einen Sonnenuntergang bewundern. Vielleicht dürfen wir lachen, obwohl unser Herz Narben trägt.

 

Und vielleicht reisen unsere Sternenkinder nicht nur mit uns mit - vielleicht waren sie die ganze Zeit längst da. ✨



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